Manuelle Therapie

 
Geschichte
1840: In einer kleinen Stadt im Mittleren Westen der USA lebt ein zehnjähriger Junge namens Andrew Taylor Still, der an immer wiederkehrenden starken Kopfschmerzen litt. Alle Ärzte, die ihn behandelten, waren erfolglos. Nach einigen Jahren ergriff Andrew selbst die Initiative mit einer eigenwilligen Methode: er legte sich mit dem Nacken auf ein knapp über dem Erdboden gespanntes Lasso. Diese erfolgreiche Eigenbehandlung war für ihn ein Schlüsselerlebnis. Daraufhin studierte er Medizin mit dem Schwerpunkt auf die Wirbelsäule, die für ihn bei allen Erkrankungen die zentrale Rolle spielt.Nach 1950 prägte die Manuelle Therapie die Physiotherapie durch zwei Krankengymnasten, die ihr Wissen und Können um die Manuelle Behandlung zu je einem Konzept entwickelten: der Australier Geoffrey Maitland und der Norweger Freddy Kaltenborn.
 
Ziel
Auffinden und Behandeln verschiedener Funktionsstörungen am gesamten Bewegungsapparat mit dem Ziel der Wiederherstellung normaler Funktionen im Gelenk und den dazugehörigen funktionellen und strukturellen Geweben.
 
Technik
Nach einer gezielten Diagnostik mit unterschiedlichsten Untersuchungsmethoden erfolgt die Therapie über Mobilisations- und Manipulationstechniken. Die Techniken werden unterstützt durch vorbereitende, begleitende oder nachfolgende physikalisch-therapeutische oder krankengymnastische Maßnahmen.
 
Anwendungsgebiete
• Blockierungen (= Bewegungseinschränkungen) der Gelenke.
• Funktionelle oder strukturelle Störungen am Bewegungsapparat.

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